Sicherer Umbau von Maschinen und Anlagen
| Format | Onhline-Seminar |
|---|---|
| Artikelnummer | SW10963.2 |
| Produktart | Offenes Seminar |
| Sprache | Deutsch |
| Dauer | 1 Tag |
690,00 €*
Sofort verfügbar
Produktinformationen "Sicherer Umbau von Maschinen und Anlagen"
Praxisseminar für Betreiber und Dienstleister
Umbauten, Modernisierungen und Veränderungen von Maschinen und Anlagen gehören in vielen Industrieunternehmen zum Alltag. Für Betreiber stellt sich dabei nicht nur die Frage, ob eine Änderung technisch machbar ist. Sie müssen auch beurteilen, welche rechtlichen und sicherheitstechnischen Konsequenzen daraus entstehen und welche Anforderungen beim weiteren Vorgehen und bei der Dokumentation zu beachten sind.
Das Seminar zeigt praxisnah, wie Veränderungen an bestehenden Maschinen systematisch bewertet und Umbauten sicher geplant und durchgeführt werden. Die Teilnehmer lernen die relevanten Anforderungen aus Maschinenrichtlinie, Maschinenverordnung und Betriebssicherheitsverordnung kennen und erfahren, wann eine wesentliche Veränderung vorliegt, welche Anforderungen bei Alt- und Gebrauchtmaschinen zu berücksichtigen sind und welche Konsequenzen sich für Betreiber.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Änderungen von Maschinensteuerungen und Sicherheitsfunktionen. Anhand typischer Umbaufälle wird gezeigt, wie bestehende Maschinen und ihre Steuerungen beurteilt werden können, welche Nachrüstungsanforderungen entstehen können und was bei der Vorgehensweise und Dokumentation des Umbaus zu beachten ist. Weitere Themen sind die Gesamtheit von Maschinen, die Frage unzulässiger CE-Nachzertifizierungen sowie aktuelle Entwicklungen rund um Safety und Security.
Praxisbeispiele und die Diskussion konkreter Teilnehmerfälle übertragen die rechtlichen und technischen Anforderungen auf den betrieblichen Alltag.
Agenda
- Rechtsgrundlagen und Verantwortlichkeiten beim Maschinenumbau
- Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und Maschinenverordnung (EU) 2023/1230
- Betriebssicherheitsverordnung und nationales Recht
- Verantwortlichkeiten von Betreiber und Hersteller
- Die vier möglichen Fälle im Maschinenbau
- Bestehende und veränderte Maschinen richtig beurteilen
- Analyse der grundlegenden Anforderungen von Maschinen
- Wesentliche Veränderung von Maschinen und Anlagen nach dem BMAS-Papier
- Nachrüstungsanforderungen bei Alt- und Gebrauchtmaschinen
- Stand und Entwicklung der sicherheitstechnischen Anforderungen
- Steuerungen und Sicherheitsfunktionen beim Umbau
- Historie der Anforderungen an Maschinensteuerungen
- Umbau und Veränderung von Steuerungen
- Änderungen von Sicherheitsfunktionen
- Auswirkungen von Steuerungsänderungen auf die sicherheitstechnische Bewertung
- Umbauten systematisch durchführen und dokumentieren
- Strategie und Vorgehensweise beim Maschinenumbau
- Anforderungen an die Dokumentation des Umbaus
- Praxisbeispiele von umgebauten und veränderten Maschinen
- Besondere Fragestellungen bei bestehenden Maschinen
- Gesamtheit von Maschinen nach dem BMAS-Papier
- Nachträgliche CE-Kennzeichnung bei Bestandsmaschinen:
Grenzen und Handlungsmöglichkeiten nach dem LASI-Papier - Aktuelle Entwicklungen zur Maschinensicherheit
- Maschinenverordnung sowie Safety und Security
- Praxis, Teilnehmerbeispiele und Diskussion
- Fallbeispiele aus der Umbaupraxis
- Diskussion eigener Fragestellungen der Teilnehmer
- Zusammenfassung und Fazit
Lernziele
Nach dem Seminar sind die Teilnehmer in der Lage,
- Veränderungen an bestehenden Maschinen rechtlich und sicherheitstechnisch einzuordnen und die jeweiligen Betreiber- und Herstellerpflichten abzuleiten,
- wesentliche Veränderungen sowie Anforderungen an Alt- und Gebrauchtmaschinen praxisnah zu bewerten,
- Änderungen an Steuerungen und Sicherheitsfunktionen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Maschinensicherheit einzuschätzen,
- notwendige Maßnahmen bei Umbau, Nachrüstung und Modernisierung strukturiert festzulegen,
- die erforderliche Dokumentation eines Maschinenumbaus nachvollziehbar und vollständig zu organisieren,
- typische Grenz- und Praxisfälle sicherer zu beurteilen und Entscheidungen im eigenen Unternehmen fundierter zu treffen.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Betreiber von Maschinen und Anlagen, Hersteller, Konstrukteure, Steuerungstechniker, Instandhalter, Technische Redakteure, CE-Dokumentationsbevollmächtigte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit

Alois Hüning
- Studium Maschinenbau Fachrichtung Konstruktionstechnik.
- Mehrjährige Industrietätigkeit im Bereich der Entwicklung von Stromversorgungssystemen.
- Seit 1987 tätig bei der Maschinenbau- und Metall BG (seit 2011 Berufsgenossenschaft Holz und Metall) als Aufsichtsperson.
- Seit 2008 Leiter Fachstelle / Kompetenzzentrum “ Maschinen“
- Ab 06/2022 Ausscheiden aus dem aktiven Dienst
- Seit 07/2022 Sachverständiger Maschinensicherheit
- Mehrjährige Abordnung ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales zur Novellierung der MRL und für die nationale Umsetzung
- Mitglied im Beraterkreis Maschinen im BMAS bei der Erarbeitung der BMAS-Interpretationspapiere zur MRL.
- Referent in verschiedenen internen und externen Ausbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen.
- Autor verschiedener Fachberichte und Co-Autor der Bücher Neue EG- Maschinerichtlinie; Betreiberpflichten für Alt,- und Gebrauchtmaschinen; Broschüren Reihe „Sichere Maschinen in EU“ und Neue Maschinenverordnung (EU) 2023/1230
Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Becker
Diplom-Ingenieur bei BG ETEM, Wiesbaden - Convenor der EN ISO 13849-1/2 und EN ISO 13850
- 1992 Technische Aufsichtsperson Mitarbeiter der Prüf.- und Zertifizierungsstelle in Wiesbaden Member of Expert committee Printing and Paper Converting Testing and Certification body
- ab 2003 Convenor der Normungsgruppe CEN/TC 114/ISO 199/JWG 8 “Funktionale Sicherheit (ISO 13849-1/2, ISO 13850 und ISO 13851) und Mitarbeiter in verschiedenen nationalen und internationalen Arbeitsgruppen, Obmann im deutschen Spiegel der ISOEN 13849-1/2
- ab 2011 Obmann der Projektgruppe „Maschinensicherheit” der IVSS (Internationale Vereinigung sozialer Sicherheit)
- von 01.03.2016 bis 31.12.2019 Fachbereichsleiter BGETEMvon 2016 bis 2021 Leiter des Arbeitskreises „Industrie 4.0 und Digitalisierung der Arbeitswelt“




